Wie dekliniert man jemand und niemand?

HHeutzutage kennt die deutsche Sprache für die Wörter jemand und niemand zwei Beu­gungs­weisen:

Deklination jemand
 HistorischUnhistorisch
Nominativjemandjemand
Akkusativjemandjemanden
Dativjemandjemandem
Genitivvon jemandjemandes

Entgegen der Einschätzung vieler Sprecher ist die endungslose Beugung keine Schlamperei der jüngsten Umgangssprache, sondern die ursprüngliche Beu­gung, die heute noch im Alltag und bei belesenen Dichtern verbreitet ist. Die Beu­gung als Pro­nomen ist eine junge Neu­inter­preta­tion der All­tags­sprache, die bei etwas nicht statt­gefun­den hat.

Wie an anderer Stelle bei Formen wie der andere gezeigt, ist ein Aus­druck im Deut­schen dann Pro­nomen, wenn er sich syn­tak­tisch so verhält. So zum Bei­spiel auch franzö­sisch on man aus la­tei­nisch homo.

Aus dieser Warte sind jemand und niemand heute sub­stan­tivische Pro­nomi­na. Daß sie seit kurzem auch voll pro­nominal gebeugt werden, ist erst möglich, seit an jeman noch der Zu­satz­kon­sonant -d an­gefügt worden ist. Bei ein­fachem man haben sich keine Pro­nominal­formen er­geben; man ver­wen­det dort sup­pletiv einen, einem.

Beide Beu­gungs­weisen sind heute im Deut­schen korrekt und können auch vermischt werden.