Indogermanisch und nicht indoeuropäisch

sprache Es heißt indogermanisch, weil Jacob Grimm in seiner Deutschen Grammatik 1822 die Ver­wandt­schaft der indo­germani­schen Spra­chen im mathe­mati­schen Sinne mit dem Ger­mani­schen und dem Indi­schen bewiesen hat.
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Video veröffentlicht am 22.01.2017 (85.64 MB).

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Es heißt indogermanisch und nicht indoeuropäisch.

Der Ausdruck indogermanisch hat keine Anwendung in der All­gemein­sprache oder in anderen Wissenschaften als der indo­germani­schen Sprachforschung.

Die urindogermanische Sprache ist eine Rekonstruktion der indo­germani­schen Sprach­forschung, und deren Sprecher sind im Gegen­satz zu den Sprechern der russischen oder latei­nischen Sprache hypo­thetisch und einzig und allein durch die Sprach­rekonstruk­tion bestimmt.

Die Angehörigen der indogermanischen Sprach­wissen­schaft verwenden bis heute ein­hellig indogermanisch und niemals indoeuropäisch.

Es heißt indogermanisch, weil Jacob Grimm in seiner Deutschen Grammatik 1822 die Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen im mathematischen Sinne mit dem Germanischen und dem Indischen bewiesen hat.

Wenn man auf den Begriff indoeuropäisch oder gar Indoeuropäer stößt, kann man gewiß sein, es mit einem Laien zu tun zu haben.

Obwohl Laien gar keinen Grund haben, das Wort in den Mund zu nehmen, wählen sie gern indoeuropäisch und geben dazu drei Adhoc-Argumente an, die allesamt sachlich falsch und ideologisch motiviert sein:

  1. Indoeuropäisch wäre geografisch richtiger.
    Die Benennung ist nicht geografisch.
  2. Indoeuropäisch klänge nicht so imperialistisch.
    Das ist Propaganda aus der DDR und Unsinn.
  3. Anpassung an internationale Geflogenheiten.
    In Wahr­heit passen sich die inter­natio­nalen Ge­pflogen­heiten seit jeher den deutschen an, denn die indogermanische Sprach­forschung hat ihr Zentrum in Deutschland.

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