Wandte oder wen­de­te, ge­wen­det oder ge­wandt?
Wie man wen­den rich­tig kon­ju­giert.
Wandte oder wendete, gewendet oder gewandt? Wie man 'wenden' richtig konjugiert.

Er hat sich an mich gewandt oder ge­wen­det? Er ver­wand­te oder ver­wen­de­te im­mer noch eine Schreib­maschi­ne? Seine Ver­wand­te starrte ihn un­ver­wandt an.

Warum hat das Verbum wen­den zwei Ver­gan­gen­heits­for­men und Par­tizi­pi­en, und wie werden sie an­ge­wandt/ange­wen­det?

Wie ist die Schrift entstanden? Wie ist die Schrift entstanden?

Wie ist die Schrift entstanden? Im Inter­net, in Sach- und typo­grafi­schen Fach­büchern wird die The­orie ver­brei­tet, daß sich die ägyp­ti­schen Hiero­gly­phen als Schrift­sys­tem aus Bil­der­geschich­ten ent­wickelt hät­ten.

Die Hieroglyphen sind je­doch ein funktio­nie­ren­des Schrift­sys­tem, das eine kom­ple­xe Sprache wie das Alt­ägypti­sche prä­zise wie­der­geben kann.

Wir sehen uns die Sa­che lie­ber mal ge­nauer an.

Weitere neue Tutorials und Artikel

Zettl

Warum Helmut Dietls neuer Film nichts geworden. Eine hand­werk­liche Schnell­analyse.

Spürbare Erschütterung eines 38-Jährigen
Havarie bei Spiegel Online

Wer schönes Deutsch schreiben will, sollte Wortbildungen auf -bar mei­den, weil sie eine be­lieb­te Ma­nier des On­line- und Macher­sprechs sind. Zum Glück sind sie leicht um­gehbar:

  • Unschön: Nicht hinnehmbar, ein nicht hinnehmbare Beleidigung.
  • Schön: Nicht hinzunehmen, eine Beleidigung (sic!).

Beide Varianten bedeuten, daß etwas nicht hingenommen werden kann. Über Herkunft und Wesen der Bildungen mit -bar habe ich schon einmal gesprochen, als es um scheinbar ging.

Bares ist aber nicht nur unschön, sondern manchmal auch falsch.

Der Moment, der die Katastrophe verhieß, war kaum spürbar. Für Peter Honvehlmann und seine Frau war es der letzte Abend des Urlaubs, Samstag wollten sie zurück nach Düsseldorf fliegen. Der 38-Jährige saß in einem gut gepolsterten Sessel im Atrium der "Costa Concordia", einem Schiff so groß wie ein kleiner Ort, als klar wurde, dass etwas nicht stimmte. "Es fühlte sich an, als wenn man mit einem Fahrrad über einen Huckel fährt", sagt Peter Hon­vehl­mann.

Spiegel Online, 14. Januar 2012

Der besagte Moment verhieß die Kata­strophe nicht, er war die Kata­strophe (Grie­chisch für Wen­dung) oder zu­min­dest ihr An­fang. Es geht nämlich um einen mit al­ler­lei bathy­metri­schem Schnick­schnack aus­gestat­tet Pas­sa­gier­dampfer, der auf Grund lief und um­kippte.

Für Herrn Honvehlmann war das Stranden nicht spürbar, weil:

  • der Dampfer ziemlich groß war;
  • Herrn Honvehlmann in einem gut gepolsterten Sessel saß, was töricht ist, wenn man Er­schüt­terun­gen spü­ren will;
  • Herrn Honvehlmann gar nicht versucht hat, etwas zu spüren, wes­wegen er sich wohl auch in ei­nen ge­pol­ster­ten Ses­sel ge­setzt hat.

Schon beeindruckend, wie es Spiegel Online in diesem heil­losen Durch­einan­der geglückt ist, aus­gerech­net einen Ge­stran­deten zu fin­den, der im Moment des Strandens in einem gut ge­polster­ten Sessel saß. Nicht um­sonst gilt die Re­cherche­kunst des Spie­gels als le­gen­där. Andere müs­sen so etwas er­finden.

Machen wir kurz. Um den Satz zu retten, müssen wir zuerst die Ver­hei­ßung strei­chen. Die ein­zige Ver­hei­ßung in der ganzen Ge­schich­te ist näm­lich der fatale Name des Schif­fes: Costa Con­cordia. Das hätte die Werft nur noch mit Posei­don über­tref­fen können.

Aber auch spürbar muß raus. Nicht nur [kein Komma] weil Herr Hon­vehl­mann ja in der Tat etwas spürte und das Ge­spürte nur nicht rich­tig deu­tete, son­dern weil er es gar nicht ver­sucht hat. Deshalb konnte es nicht ge­lingen.

Schließlich muß auch das Subjekt ersetzt werden. Den Moment hat Herr Hon­vehl­mann nämlich im Rahmen seines Ner­ven­system so ge­spürt wie alle an­deren Mo­mente in sei­nem Leben. Was er hier kaum gespürt hat, war die Er­schüt­terung.

Hier also der Anfang des Absatzes mit sanften Verbes­se­rungen:

Die Erschütterung hat er kaum gespürt. Für Peter Hon­vehl­mann und seine Frau war es der …

Ist die Verbesserung für Sie spürbar? Auch der Rest des Absatzes müßte vom Fak­ten­check­exper­ten von Spie­gel On­line noch einmal ge­fak­ten­checkt wer­den: Der Mo­ment, der im er­sten Teil noch ein Mo­ment der Un­klar­heit ist, ist un­ten plötz­lich der Moment, in dem klar wurde, daß etwas nicht stimmt.

Wortkunde, Semantik und Etymologie Wortkunde, Semantik und Etymologie

Der oder das Moment?

Das Substantiv Moment exi­stiert zweimal in der deut­schen Spra­che: In der Be­deu­tung Augen­blick ist es masku­lin, in der Be­deu­tung Impuls oder Be­wegungs­kraft ist es sächlich.

Wie sind die Dop­pel­bedeu­tung und der Unter­schied im Genus ent­stan­den?

Außen vor

Woher stammt der Aus­druck au­ßen vor und warum ist dieser Ausdruck vor einigen Jahren plötzlich aufgetaucht?

Die Ant­wort liegt im Unter­schied zwischen dem Hoch­deut­schen und dem Nie­der­deut­schen.

Denn einst gab es in Deutsch­land zwei gleich­berech­tigte Spra­chen.

Stop making sense?

Sinn ist in der deutschen Sprache die Belohnung am Ende eines langen Weges. Man kann ihn nicht erwzingen – er wartet dort auf einen. Oder eben nicht.

In den letzten Jahren hat sich die Wen­dung Das macht kei­nen Sinn in die deut­sche Spra­che ein­ge­schli­chen. Doch die­ser An­gli­zis­mus aus make sense stößt bei den mei­sten Deutsch­spre­chern auf Ab­leh­nung. Das kann nicht nur an der fremd­län­di­schen Her­kunft die­ser Phra­se liegen. An­schei­nend hin­dert noch etwas an­de­res die Deutsch­spre­cher da­ran, Sinn und ma­chen mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen.

Let’s get a sense for it!

ich dien – Ist das Motto auf dem Wappen des Prince of Wales deutsch oder walisisch?

Das Wappen des Prince of Wales ent­hält ein rät­sel­haftes Motto: ich dien.

Es sieht aus wie Deutsch, ergibt jedoch auch auf Wali­sisch (Kymrisch) einen Sinn: Euer Lands­mann heißt es dort.

Obwohl es naheliegt, das Motto vom Prince of Wales als walisisch zu deuten, ist sich die Welt sicher, es tatsächlich mit echtem Deutsch zu tun zu haben. Diese Gewißheit hält jedoch einer Über­prü­fung der Ur­sprün­ge des Wap­pens nicht stand.

Wohlgesinnt oder wohlgesonnen?

Viele Deutschsprecher halten wohlgesonnen für histo­rischer, denn schließ­lich ist auch Sin­nen ein star­kes Verb, und wohl­gesinnt für eine fal­sche Neu­bil­dung. Doch genau das Gegen­teil ist wahr.

Gründonnerstag

Steckt im Begriff Gründonnerstag gar nicht die Farbe Grün, son­dern das Ver­bum greinen?

Ein­mal im Jahr wol­len uns Zei­tun­gen, Radio­sen­der und christ­lichen Web­seiten glau­ben machen, der Grün­don­ners­tag hätte sei­nen Na­men vom Wei­nen und Weh­kla­gen der Chri­sten­heit wegen der Kreu­zi­gung Jesu. Die aller­dings erst am da­rauf­fol­gen­den Tag statt­gefun­den hat.

Zum Glück gibt es eine wissenschaftliche Met­hode, mit der man diese Frage klä­ren kann.

Weitere Artikel zur Wortkunde

Interpunktion, Zeichensetzung und Satzzeichen Interpunktion, Zeichensetzung und Satzzeichen

Belles Lettres hat inzwischen fast allen Satzzeichen, über deren Verwendung im Alltag Unsicherheit herrscht, ein Tutorial gewidmet. Dabei haben wir eine einheitliche Theorie des Zeichensetzung entwickelt, einen einfachen und stringenten Gedanken, mit dem sich die Interpunktion leicht meistern läßt: Satzzeichen sind Zeichen, und wie jedes Zeichen üben sie nur eine einzige Funktion aus.

Der Apostroph

Apostroph

Wann und wie verwendet man den Apostroph? Beim An­wen­den dieses Satzzeichens kommt man manchmal ins Grü­beln: Grimm’sche Märchen oder Grimmsche Märchen? DVD’s oder DVDs?

Anführungszeichen richtig anwenden

Anführungszeichen, Gänsefüßchen und Guillemets

Time to panic and freak out. Das Gän­se­füßchen und seine an­leh­nungs­bedürftige Schwe­ster, die Kur­si­vie­rung, haben schweine­grip­penmäßig zugelegt. In Zei­tun­gen und Bü­chern wim­melt es von sinn­losen und fal­schen Aus­zeich­nun­gen.

Kein Wunder. Nirgendwo steht, wann man Gänse­füßchen an­wen­den soll. Und vor allem: Wann man es lieber läßt.

Das Komma

Komma und Kommasetzung

Kein Satzzeichen bereitet beim Schreiben soviel Verdruß wie das Komma. Leicht verliert man den Über­blick im Dickicht der Komma­regeln.

Dieses Tutorial erklärt, welche Auf­gabe das Kom­ma in der Zei­chen­setzung des Deut­schen über­haupt hat, und zeigt, wie diese Auf­gabe in den Komma­regeln ausgeübt wird. Das Augen­merk liegt damit auf den Unter­schieden zwi­schen klas­sischer und refor­mier­ter Recht­schrei­bung.

Wieso?, fragte er sich

Fragezeichen, Ausrufezeichen und Theorie der Satzzeichen

Immer öfter stößt man in Roma­nen auf Frage­zei­chen in in­di­rek­ten Frage­sätzen. Dies ist je­doch nach den Axi­omen der Zei­chen­setzung falsch und gram­ma­ti­ka­lisch sinn­los.

Dieses Tutorial beschäftigt sich nicht nur mit dem Frage­zei­chen und dem Aus­rufe­zei­chen, son­dern setzt alle Satz­zeichen in einen semio­ti­schen und iko­ni­schen Bezug zu­einan­der.

Weitere Artikel zur Interpunktion

Verbum und Konjugation Verbum und Konjugation

Das deutsche Verbum
Starke und schwache Beugung

Das Deutsche besitzt wie alle germanischen Spra­chen zwei Sys­teme für die Kon­juga­tion sei­ner Ver­ben: die starke und die schwache Beugung.

Starke Ver­ben bilden eine Ver­gan­gen­heits­form, in­dem sie den Wur­zel­vokal verändern (Ab­laut): ich schimme, ich schwamm, ge­schwom­men.

Das Präteritum schwa­cher Ver­ben wird da­gegen durch ein Suffix -t gebildet: ich liebe, ich liebte, geliebt. Warum gibt es diese bei­den Beu­gungs­arten und wie sind sie ent­stan­den?

Hilfe, ich schmilze!

Die heimtückisch­sten Ver­ben der deut­schen Spra­che haben die­sel­be Grund­form, wer­den aber unter­schied­lich ge­beugt:

Das Eis schmilzt/schmolz in der Hand, aber die Son­ne schmelzt(e) den Eis­berg. Wenn die Son­ne den Eis­berg schmelz­te, schmöl­ze wohl auch der da­neben. Ich er­schrak, weil mich ein Ge­räusch er­schreck­te. Er­schrick nicht gleich! Er­schreck sie nicht so! Er hing am Gal­gen, während sie da­heim das Bild auf­häng­te.

Perfekt, Präteritum und die Vorsilbe ge-

Kennt die deutsche Spra­che einen Un­ter­schied zwi­schen dem Prä­teri­tum (Im­per­fekt) und dem Per­fekt?

Wie un­ter­schei­det sich das Per­fekt vom eng­li­schen Pre­sent per­fect? Wa­rum hat die ein­fache Ver­gan­gen­heit zwei Na­men: Im­per­fekt und Prä­teri­tum? Heißt es er ist gelegen oder er hat gelegen? Wa­rum heißt es er ist nach Hau­se ge­wankt, aber er hat nach dem Auf­ste­hen ge­wankt?

Wel­che Funk­tion er­füllt die Vor­sil­be ge-? Wie werden Perfekt und Prä­teri­tum in der ge­spro­che­nen Spra­che und in lite­rari­schen und nicht­lite­rari­schen Tex­ten ver­wen­det?

Ich fragte oder ich frug?

Heute sind sich alle Deutschsprecher einig: Fragen ist ein schwa­ches Verb; es heißt ich fragte und nicht ich frug. Nur ver­ein­zelt findet man im Dia­lekt noch star­ke Ge­gen­warts­for­men wie du frägst, er/sie frägt.

Anders ist es, wenn über das Deut­sche ge­spro­chen wird: Hier wird fra­gen gerne als Be­leg für die (un­wah­re) These ver­wen­det, die star­ken Verben wür­den aus­ster­ben.

Die Sa­che hat aller­dings einen Haken: Fragen war nie ein star­kes Verb.

Weitere Artikel zur Beugung des Verbs

Konjunktiv: Bildung und Verwendung Konjunktiv: Bildung und Verwendung

Vor dreißig Jahren schienen die Tage des Konjunktivs in der deutschen Sprache gezählt. Nun ist er wieder da – stärker denn je. Die Sache hat nur einen Haken: Neun von zehn Konjunktiven in Zeitungen und Romanen sind falsch. In unserer vierteiligen Videoreihe können Sie die Verwendung des Konjunktivs von der Pieke auf erlernen. Die Ziffern zeigen die empfohlene Reihenfolge.

Grundlagen des Konjunktivs

Grundlagen des Konjunktivs: Bildung der Konjunktivformen und Überblick der Anwendung von Konjuktiv 1 und 2.

Richtig Zitieren mit dem Konjunktiv 1

Journalisten zitieren heute mehr denn je. Meist sinn­los. Zi­ta­te wer­den pene­tran­t als Stil­mit­tel miß­braucht und sol­len nur den Zweck er­fül­len, fik­tiona­le Texte authen­tisch wir­ken zu las­sen.

Erstaunlicherweise beherrscht aber kaum noch jemand die for­malen Re­geln des Zi­tie­rens. Wört­liche und in­direk­te Rede wer­den gram­ma­tika­lisch, semio­tisch und er­zäh­lerisch falsch mit­ein­an­der vermischt, wo­durch eine Schein­akku­rates­se und -authen­tizi­tät ent­stehen, die reine Ma­nier sind.

Dieses Tutorial vertieft die Anwendung des Kon­junk­tivs 1, er­klärt den Unter­schied zwi­schen wört­licher und indirek­ter Rede und wie man mit Kon­junk­tiv und An­füh­rungs­zei­chen beim Zi­tie­ren rich­tig um­geht.

Schein und Sein: Konjunktiv 2

Wie kann man im Deutschen aus­drücken, ob et­was nur etwas zu sein scheint oder tat­säch­lich so ist, wie es aus­sieht?

Hier fällt einem auf An­hieb das Wort­pär­chen an­schei­nend und schein­bar ein, aber wie ist es mit Wen­dun­gen wie Es scheint …, Es sieht so aus …, Es er­weckt den Ein­druck …? Für solche Ein­lei­tun­gen be­sitzt das Deut­sche An­schlüs­se, mit denen man präzise for­mu­lie­ren kann, ob die Aus­sage wirk­lich (Rea­lis), mög­lich (Po­ten­ti­alis) oder hypo­the­tisch und un­wahr (Ir­rea­lis) ist.

Dieses Tutorial vertieft die An­wen­dung von Kon­jun­ktiv 2 und Indi­ka­tiv und er­klärt die kor­rek­te An­wen­dung von Satz­an­schlüs­sen mit daß und als ob.

Möglichkeit und Wunsch: Was der Konjunktiv nicht kann

Allerorten gilt der Konjunktiv als Möglichkeits­form, und einige Grammatiken sagen ihm sogar nach, er könnte Wünsche äußern.

Doch wenn der Konjunktiv eines nicht aus­drücken kann, dann Mög­lich­keit (Poten­tialis). Ebenso­wenig kann er Wün­sche, Auf­forde­rungen oder Be­fehle äußern. Und zwar schon seit über einem hal­ben Jahr­tau­send nicht mehr.

Das scheint viele Au­to­ren von Gram­matik­büchern nicht zu stö­ren. Wei­ter erzählen sie die alte Mär von der Mög­lich­keits­form. Mit aben­teuer­lichen Be­legen.

Weitere Artikel zum Konjunktiv

Deklination: Substantive, Adjektive und Pronomen Deklination: Substantive, Adjektive und Pronomen

Der Blog oder das Blog?
Die Finster|nis, aber das Gleich|nis.
Genus im Deutschen.

Wie funktioniert das gramma­tische Geschlecht im Deut­schen? Wel­ches Ge­schlecht er­hal­ten neue Sub­stan­tive wie Blog, Burn­out oder Tweet? Wie sind all die Sub­stan­tive des deut­schen Wort­schat­zes zu ihrem Genus ge­kom­men, und warum gibt es dabei so viele Un­gereimt­hei­ten, wie die Fin­ster|nis, aber das Gleich|nis, die Socke, aber zu­gleich der Socken?

In unserem Kopf arbeitet eine perfekte Ma­schine, die über das Genus al­ler Sub­stan­tive wacht. Aber sie ar­beitet an­ders, als wir er­war­ten. Belles Lettres baut die Genus­maschine nach.

Das Adjektiv

Ein gutes Buch, das gute Buch, das Buch ist gut.

Warum unter­schei­det das Deut­sche beim Ad­jek­tiv zwi­schen einer star­ken und einer schwa­chen De­klina­tion sowie einer en­dungs­losen Form?

Neben einer Ein­füh­rung in die Bil­dung, Beu­gung und Syn­tax des Adjek­tivs beschäf­tigt sich diese Fol­ge mit ak­tuel­len Feh­lern und Un­artig­keit­kei­ten beim Ge­brauch des Ad­jek­tivs.

Sieg des System

Die Deklination der Substantive bereitet vielen Deutsch­spre­chern Schwie­rig­kei­ten. Das zeigt sich besonders, wenn meh­rere Sub­stan­tive von­einan­der ab­hän­gen und zu­vor­derst beim Ge­ni­tiv.

Dieser Artikel mit zwei auf­einan­der auf­bauen­den Video-Tutorials er­klärt die Grund­lagen der Sub­stantiv­deklina­tion (star­ke und schwa­che De­klina­tion) und be­han­delt ein­fache und schwie­rige Fälle wie En­dungs­abfall bei an­ein­ander­geket­te­ten Ge­ni­tiv­attri­buten und Ap­posi­tionen.

Lieben Sie jemand oder jemanden?

Wie dekliniert man jemand und niemand? Heute exi­stieren in der deut­schen Spra­che zwei Beu­gun­gen: eine en­dungs­lose und eine mit En­dun­gen (je­manden, je­mandem). Die hal­ten viele für die äl­tere, ehr­würdi­gere und hoch­sprach­liche. Da irren sie sich.

Weiter Artikel zu Deklination und Nominalbildung

Der Genitiv in der deutschen Sprache Der Genitiv in der deutschen Sprache

In sechs aufeinander aufbauenden Tutorials beschäftigt sich Belles Lettres mit der Entwicklung und Verwendung des Genitivs in der deutschen Sprache.

Der Genitiv ist dem Genitiv sein Tod

Einführung in die Syntax des Genitivs: Bildungsbürgerliche Mißverständnisse und einfältige Theorien über den Niedergang des Genitivs in der deutschen Sprache.

Einer Sache harren

Einer Sache harren, eines natürlichen Todes sterben, jemand einer Tat bezich­tigen: Der Ge­ni­tiv bei Verben.

Daz ihr euch umb die redkunst
so ernstlich annemet

Wie ist die Wendung sich einer Sache annehmen entstanden?

Summa Grammatica des Genitivs

Zusammenfassung der Syntax des Genitivs: Das Verhältnis von adnomina­lem und ad­ver­bia­lem Ge­ni­tiv.

Weitere Artikel zum Genitiv

Syntax und Stilistik Syntax und Stilistik

Spricht man deutsch oder deutsch?
Auf deutsch oder auf Deutsch?

Wie heißt es richtig: Deutsch ist eine schwierige Sprache oder Das Deutsche ist eine schwie­rige Spra­che? Schreibt man deutsch in Wen­dun­gen wie deutsch spre­chen oder auf deutsch groß oder klein?

Ob { Klara ihn | ihn Klara } liebte?

Was ist richtig: Sie sagte, daß sich ihr Mann im Kel­ler ver­stecke oder daß ihr Mann sich im Keller verstecke?

Tempus im Roman

Das Prä­teri­tum ist das Er­zähl­tempus des Ro­mans. Aber wel­che Zeit­for­men wählt man für Rück­schauen, Rück­blen­den und Vor­aus­schauen?

Das politische Berlin

Bei Journalisten ist jüngst die Wendung »das politische Berlin« in Mode ge­kom­men. Ge­meint ist damit nicht Berlin als Ganzes, son­dern nur eine Teil­menge davon. Aber genau das drückt die Wen­dung nicht aus. Sie be­zeich­net Ber­lin mit allem, was darin kreucht und fleucht, als poli­tisch, ein­schließ­lich Funk­turm, Bu­let­ten, Luft und Kurt Krömer. Wo liegt der Fehler?

Weitere Artikel zu Satzlehre und Stilistik

Orthografie, Typografie und Orthotypografie Orthografie, Typografie und Orthotypografie

Der andere oder der Andere?

Zur Zeit grassiert die Großschreibung von Inde­fi­nit­pro­nomi­na wie der an­de­re, man­che, alle. Sie ist nach amt­licher Recht­schrei­bung falsch. Wa­rum sol­che In­defi­ni­ta un­be­dingt klein­geschrie­ben wer­den müs­sen.

Die AGB, AGBs, AGBen, AGB’s oder AGB’en?

Akronyme sind Abkürzungen, die mit den An­fangs­buch­sta­ben der Ein­zel­glie­der ge­schrie­ben werden. Doch wie werden sie ge­beugt, in die Mehr­zahl ge­setzt und richtig ge­schrie­ben?

Die Kunst des Nicht-aus-dem-Häuschen-Geratens

Wann werden Wortzusammen­setzun­gen mit Bin­de­strich durch­gekop­pelt, und wie schreibt man die Ein­zel­glie­der solcher Kom­posita?

Es tut mir Leid!

Einige Menschen schreiben die Wen­dung es tut mir Leid mit einem gro­ßen L. Die Groß­schrei­bung steht nicht etwa für be­son­ders gro­ßes Leid. Der Ur­heber drückt da­mit aus, daß er leid für ein Sub­stan­tiv hält. Welche Schrei­bung ist rich­tig?

Platzieren oder plazieren?

Die aktuelle Recht­schrei­bung er­laubt die bei­den Schrei­bungen pla­zie­ren und platzie­ren. Die­se be­ruft sich auf das so­genann­te Stamm­prin­zip der Re­form­schrei­bung und schreibt in Ana­logie zu Platz mit tz, jene ist ein Zu­ge­ständ­nis an die klas­si­sche Recht­schrei­bung. Wel­che Schrei­bung ist sachlich bes­ser?

Hin und her, auf und ab,
ein und aus, nebeneinanderher gehen

Hin- und Rückfahrt ist eine Ver­kür­zung aus Hin­fahrt und Rück­fahrt, aber ist auf- und ab­gehen/auf und ab gehen eine Ver­kür­zung aus auf­gehen und ab­gehen? Diese Folge beschäftigt sich mit den Wort­fügungen auf und ab, hin und her und neben­einan­der­her. Wie werden sie ge­bil­det und rich­tig ge­schrie­ben?

Selbständig oder selbstständig?

Schreibt man selbst(st)ändig mit einem oder mit zwei st? Was nach zwei Schreib­varian­ten des­sel­ben Wor­tes aus­sieht, ent­puppt sich als Pärchen aus zwei eigenständigen Wörtern.

Weitere Artikel zu Orthografie und Typografie

Deutsche Sprache und Sprachgeschichte Deutsche Sprache und Sprachgeschichte

Wer sind wir?

Wer sind wir? Woher stammt die deut­sche Spra­che und wer sind die gene­ti­schen Vor­fah­ren der Deutsch­spre­cher? Welche Spra­chen gab es vor der Ein­wan­de­rung der Indo­germa­nen in Eu­ro­pa und wer wa­ren ihre Spre­cher? Wie haben sich die Ger­ma­nen selbst be­zeich­net?

Die­ses Video-Tuto­rial zeigt die Be­sie­de­lung Eu­ro­pas durch den Homo sa­pi­ens auf und prä­sen­tiert fünf Be­grif­fe, die die Iden­ti­tät der Ger­ma­nen und auch un­se­rer Kul­tur aus­machen.

Deutsch ins Grundgesetz

Muß die deutsche Sprache durch das Grund­gesetz ge­schützt werden? Die CDU möchte die deutsche Sprache als Sprache der Bundes­republik im Grund­gesetz fest­schreiben und beruft sich da­bei auf eine breite Mehr­heit unter den Deut­schen, die der Mei­nung seien, es müsse etwas für die deut­sche Spra­che getan werden. Sie dro­he zu ver­rohen.

Doch ist die deutsche Sprache tatsächlich be­droht? Was würde eine Änderung des Grund­geset­zes brin­gen? Und wel­che Ri­si­ken birgt sie?

Indra hat dem Arier Licht gebracht

Heute ist der Arier in der west­lichen Welt unzer­trenn­lich mit dem Dritten Reich und dem Holo­caust ver­bun­den. Doch seine Ursprünge reichen viel weiter in die Ver­gan­gen­heit zurück. Sie lie­gen im östlichen Teil des indo­ger­ma­ni­schen Sprach­gebiets. Wer hat den Be­griff Arier er­fun­den und ver­wen­det? Was be­deu­tet er?

Der geistige Führer der Tibeter?

Ist der Dalai Lama der geistige oder der geist­liche Führer der Ti­be­ter? Warum gibt es kör­per­lichen, aber kei­nen geist­lichen Ver­fall, dafür aber gei­sti­gen Ver­fall? Fin­det eine Vor­lesung vier­zehn­tägig oder vier­zehn­täg­lich statt?

Worin be­steht der Un­ter­schied zwi­schen Tech­nik und Tech­nolo­gie? Wa­rum ist das Mas­ku­li­num das Stan­dard­geschlecht (gene­ri­sches Mas­kuli­num)? Warum sa­gen wir: »Viele Auto­fah­rer fah­ren zu schnell« – wo doch die Hälfte davon Auto­fah­rerin­nen sind? Auf diese Fra­gen gibt es eine Ant­wort: Ikoni­zität!

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