Belles Lettres, das Webmagazin für Dichter und Denker, bietet Artikel und Videotutorials zur deutschen Sprache, Grammatik und Stilistik.
Wandte oder wendete, gewendet oder gewandt? Wie man wenden richtig konjugiert.
Er hat sich an mich gewandt oder gewendet? Er verwandte oder verwendete immer noch eine Schreibmaschine? Seine Verwandte starrte ihn unverwandt an.
Warum hat das Verbum wenden zwei Vergangenheitsformen und Partizipien, und wie werden sie angewandt/angewendet?
Wie ist die Schrift entstanden? Im Internet, in Sach- und typografischen Fachbüchern wird die Theorie verbreitet, daß sich die ägyptischen Hieroglyphen als Schriftsystem aus Bildergeschichten entwickelt hätten.
Die Hieroglyphen sind jedoch ein funktionierendes Schriftsystem, das eine komplexe Sprache wie das Altägyptische präzise wiedergeben kann.
Spürbare Erschütterung eines 38-Jährigen Havarie bei Spiegel Online
Wer schönes Deutsch schreiben will, sollte Wortbildungen auf -bar meiden, weil sie eine beliebte Manier des Online- und Machersprechs sind. Zum Glück sind sie leicht umgehbar:
Unschön: Nicht hinnehmbar, ein nicht hinnehmbare Beleidigung.
Schön: Nicht hinzunehmen, eine Beleidigung (sic!).
Beide Varianten bedeuten, daß etwas nicht hingenommen werden kann. Über Herkunft und Wesen der Bildungen mit -bar habe ich schon einmal gesprochen, als es um scheinbar ging.
Bares ist aber nicht nur unschön, sondern manchmal auch falsch.
Der Moment, der die Katastrophe verhieß, war kaum spürbar. Für Peter Honvehlmann und seine Frau war es der letzte Abend des Urlaubs, Samstag wollten sie zurück nach Düsseldorf fliegen. Der 38-Jährige saß in einem gut gepolsterten Sessel im Atrium der "Costa Concordia", einem Schiff so groß wie ein kleiner Ort, als klar wurde, dass etwas nicht stimmte. "Es fühlte sich an, als wenn man mit einem Fahrrad über einen Huckel fährt", sagt Peter Honvehlmann.
Der besagte Moment verhieß die Katastrophe nicht, er war die Katastrophe (Griechisch für Wendung) oder zumindest ihr Anfang. Es geht nämlich um einen mit allerlei bathymetrischem Schnickschnack ausgestattet Passagierdampfer, der auf Grund lief und umkippte.
Für Herrn Honvehlmann war das Stranden nicht spürbar, weil:
der Dampfer ziemlich groß war;
Herrn Honvehlmann in einem gut gepolsterten Sessel saß, was töricht ist, wenn man Erschütterungen spüren will;
Herrn Honvehlmann gar nicht versucht hat, etwas zu spüren, weswegen er sich wohl auch in einen gepolsterten Sessel gesetzt hat.
Schon beeindruckend, wie es Spiegel Online in diesem heillosen Durcheinander geglückt ist, ausgerechnet einen Gestrandeten zu finden, der im Moment des Strandens in einem gut gepolsterten Sessel saß. Nicht umsonst gilt die Recherchekunst des Spiegels als legendär. Andere müssen so etwas erfinden.
Machen wir kurz. Um den Satz zu retten, müssen wir zuerst die Verheißung streichen. Die einzige Verheißung in der ganzen Geschichte ist nämlich der fatale Name des Schiffes: Costa Concordia. Das hätte die Werft nur noch mit Poseidon übertreffen können.
Aber auch spürbar muß raus. Nicht nur [kein Komma] weil Herr Honvehlmann ja in der Tat etwas spürte und das Gespürte nur nicht richtig deutete, sondern weil er es gar nicht versucht hat. Deshalb konnte es nicht gelingen.
Schließlich muß auch das Subjekt ersetzt werden. Den Moment hat Herr Honvehlmann nämlich im Rahmen seines Nervensystem so gespürt wie alle anderen Momente in seinem Leben. Was er hier kaum gespürt hat, war die Erschütterung.
Hier also der Anfang des Absatzes mit sanften Verbesserungen:
Die Erschütterung hat er kaum gespürt. Für Peter Honvehlmann und seine Frau war es der …
Ist die Verbesserung für Sie spürbar? Auch der Rest des Absatzes müßte vom Faktencheckexperten von Spiegel Online noch einmal gefaktencheckt werden: Der Moment, der im ersten Teil noch ein Moment der Unklarheit ist, ist unten plötzlich der Moment, in dem klar wurde, daß etwas nicht stimmt.
Wortkunde, Semantik und Etymologie
Der oder das Moment?
Das Substantiv Moment existiert zweimal in der deutschen Sprache: In der Bedeutung Augenblick ist es maskulin, in der Bedeutung Impuls oder Bewegungskraft ist es sächlich.
Wie sind die Doppelbedeutung und der Unterschied im Genus entstanden?
Sinn ist in der deutschen Sprache die Belohnung am Ende eines langen Weges. Man kann ihn nicht erwzingen – er wartet dort auf einen. Oder eben nicht.
In den letzten Jahren hat sich die Wendung Das macht keinen Sinn in die deutsche Sprache eingeschlichen. Doch dieser Anglizismus aus make sense stößt bei den meisten Deutschsprechern auf Ablehnung. Das kann nicht nur an der fremdländischen Herkunft dieser Phrase liegen. Anscheinend hindert noch etwas anderes die Deutschsprecher daran, Sinn und machen miteinander zu verknüpfen.
ich dien – Ist das Motto auf dem Wappen des Prince of Wales deutsch oder walisisch?
Das Wappen des Prince of Wales enthält ein rätselhaftes Motto: ich dien.
Es sieht aus wie Deutsch, ergibt jedoch auch auf Walisisch (Kymrisch) einen Sinn: Euer Landsmann heißt es dort.
Obwohl es naheliegt, das Motto vom Prince of Wales als walisisch zu deuten, ist sich die Welt sicher, es tatsächlich mit echtem Deutsch zu tun zu haben. Diese Gewißheit hält jedoch einer Überprüfung der Ursprünge des Wappens nicht stand.
Viele Deutschsprecher halten wohlgesonnen für historischer, denn schließlich ist auch Sinnen ein starkes Verb, und wohlgesinnt für eine falsche Neubildung. Doch genau das Gegenteil ist wahr.
Steckt im Begriff Gründonnerstag gar nicht die Farbe Grün, sondern das Verbum greinen?
Einmal im Jahr wollen uns Zeitungen, Radiosender und christlichen Webseiten glauben machen, der Gründonnerstag hätte seinen Namen vom Weinen und Wehklagen der Christenheit wegen der Kreuzigung Jesu. Die allerdings erst am darauffolgenden Tag stattgefunden hat.
Zum Glück gibt es eine wissenschaftliche Methode, mit der man diese Frage klären kann.
Belles Lettres hat inzwischen fast allen Satzzeichen, über deren Verwendung im Alltag Unsicherheit herrscht, ein Tutorial gewidmet. Dabei haben wir eine einheitliche Theorie des Zeichensetzung entwickelt, einen einfachen und stringenten Gedanken, mit dem sich die Interpunktion leicht meistern läßt: Satzzeichen sind Zeichen, und wie jedes Zeichen üben sie nur eine einzige Funktion aus.
Der Apostroph
Wann und wie verwendet man den Apostroph? Beim Anwenden dieses Satzzeichens kommt man manchmal ins Grübeln: Grimm’sche Märchen oder Grimmsche Märchen?DVD’s oder DVDs?
Time to panic and freak out. Das Gänsefüßchen und seine anlehnungsbedürftige Schwester, die Kursivierung, haben schweinegrippenmäßig zugelegt. In Zeitungen und Büchern wimmelt es von sinnlosen und falschen Auszeichnungen.
Kein Wunder. Nirgendwo steht, wann man Gänsefüßchen anwenden soll. Und vor allem: Wann man es lieber läßt.
Kein Satzzeichen bereitet beim Schreiben soviel Verdruß wie das Komma. Leicht verliert man den Überblick im Dickicht der Kommaregeln.
Dieses Tutorial erklärt, welche Aufgabe das Komma in der Zeichensetzung des Deutschen überhaupt hat, und zeigt, wie diese Aufgabe in den Kommaregeln ausgeübt wird. Das Augenmerk liegt damit auf den Unterschieden zwischen klassischer und reformierter Rechtschreibung.
Immer öfter stößt man in Romanen auf Fragezeichen in indirekten Fragesätzen. Dies ist jedoch nach den Axiomen der Zeichensetzung falsch und grammatikalisch sinnlos.
Dieses Tutorial beschäftigt sich nicht nur mit dem Fragezeichen und dem Ausrufezeichen, sondern setzt alle Satzzeichen in einen semiotischen und ikonischen Bezug zueinander.
Das Deutsche besitzt wie alle germanischen Sprachen zwei Systeme für die Konjugation seiner Verben: die starke und die schwache Beugung.
Starke Verben bilden eine Vergangenheitsform, indem sie den Wurzelvokal verändern (Ablaut): ich schimme, ich schwamm, geschwommen.
Das Präteritum schwacher Verben wird dagegen durch ein Suffix -t gebildet: ich liebe, ich liebte, geliebt. Warum gibt es diese beiden Beugungsarten und wie sind sie entstanden?
Die heimtückischsten Verben der deutschen Sprache haben dieselbe Grundform, werden aber unterschiedlich gebeugt:
Das Eis schmilzt/schmolz in der Hand, aber die Sonne schmelzt(e) den Eisberg. Wenn die Sonne den Eisberg schmelzte, schmölze wohl auch der daneben. Ich erschrak, weil mich ein Geräusch erschreckte. Erschrick nicht gleich! Erschreck sie nicht so! Er hing am Galgen, während sie daheim das Bild aufhängte.
Kennt die deutsche Sprache einen Unterschied zwischen dem Präteritum (Imperfekt) und dem Perfekt?
Wie unterscheidet sich das Perfekt vom englischen Present perfect? Warum hat die einfache Vergangenheit zwei Namen: Imperfekt und Präteritum? Heißt es er ist gelegen oder er hat gelegen? Warum heißt es er ist nach Hause gewankt, aber er hat nach dem Aufstehen gewankt?
Welche Funktion erfüllt die Vorsilbe ge-? Wie werden Perfekt und Präteritum in der gesprochenen Sprache und in literarischen und nichtliterarischen Texten verwendet?
Heute sind sich alle Deutschsprecher einig: Fragen ist ein schwaches Verb; es heißt ich fragte und nicht ich frug. Nur vereinzelt findet man im Dialekt noch starke Gegenwartsformen wie du frägst, er/sie frägt.
Anders ist es, wenn über das Deutsche gesprochen wird: Hier wird fragen gerne als Beleg für die (unwahre) These verwendet, die starken Verben würden aussterben.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Fragen war nie ein starkes Verb.
Vor dreißig Jahren schienen die Tage des Konjunktivs in der deutschen Sprache gezählt. Nun ist er wieder da – stärker denn je. Die Sache hat nur einen Haken: Neun von zehn Konjunktiven in Zeitungen und Romanen sind falsch. In unserer vierteiligen Videoreihe können Sie die Verwendung des Konjunktivs von der Pieke auf erlernen. Die Ziffern zeigen die empfohlene Reihenfolge.
Grundlagen des Konjunktivs
Grundlagen des Konjunktivs: Bildung der Konjunktivformen und Überblick der Anwendung von Konjuktiv 1 und 2.
Journalisten zitieren heute mehr denn je. Meist sinnlos. Zitate werden penetrant als Stilmittel mißbraucht und sollen nur den Zweck erfüllen, fiktionale Texte authentisch wirken zu lassen.
Erstaunlicherweise beherrscht aber kaum noch jemand die formalen Regeln des Zitierens. Wörtliche und indirekte Rede werden grammatikalisch, semiotisch und erzählerisch falsch miteinander vermischt, wodurch eine Scheinakkuratesse und -authentizität entstehen, die reine Manier sind.
Dieses Tutorial vertieft die Anwendung des Konjunktivs 1, erklärt den Unterschied zwischen wörtlicher und indirekter Rede und wie man mit Konjunktiv und Anführungszeichen beim Zitieren richtig umgeht.
Wie kann man im Deutschen ausdrücken, ob etwas nur etwas zu sein scheint oder tatsächlich so ist, wie es aussieht?
Hier fällt einem auf Anhieb das Wortpärchen anscheinend und scheinbar ein, aber wie ist es mit Wendungen wie Es scheint …, Es sieht so aus …, Es erweckt den Eindruck …? Für solche Einleitungen besitzt das Deutsche Anschlüsse, mit denen man präzise formulieren kann, ob die Aussage wirklich (Realis), möglich (Potentialis) oder hypothetisch und unwahr (Irrealis) ist.
Dieses Tutorial vertieft die Anwendung von Konjunktiv 2 und Indikativ und erklärt die korrekte Anwendung von Satzanschlüssen mit daß und als ob.
Möglichkeit und Wunsch: Was der Konjunktiv nicht kann
Allerorten gilt der Konjunktiv als Möglichkeitsform, und einige Grammatiken sagen ihm sogar nach, er könnte Wünsche äußern.
Doch wenn der Konjunktiv eines nicht ausdrücken kann, dann Möglichkeit (Potentialis). Ebensowenig kann er Wünsche, Aufforderungen oder Befehle äußern. Und zwar schon seit über einem halben Jahrtausend nicht mehr.
Das scheint viele Autoren von Grammatikbüchern nicht zu stören. Weiter erzählen sie die alte Mär von der Möglichkeitsform. Mit abenteuerlichen Belegen.
Der Blog oder das Blog? Die Finster|nis, aber das Gleich|nis. Genus im Deutschen.
Wie funktioniert das grammatische Geschlecht im Deutschen? Welches Geschlecht erhalten neue Substantive wie Blog, Burnout oder Tweet? Wie sind all die Substantive des deutschen Wortschatzes zu ihrem Genus gekommen, und warum gibt es dabei so viele Ungereimtheiten, wie die Finster|nis, aber das Gleich|nis, die Socke, aber zugleich der Socken?
In unserem Kopf arbeitet eine perfekte Maschine, die über das Genus aller Substantive wacht. Aber sie arbeitet anders, als wir erwarten. Belles Lettres baut die Genusmaschine nach.
Warum unterscheidet das Deutsche beim Adjektiv zwischen einer starken und einer schwachen Deklination sowie einer endungslosen Form?
Neben einer Einführung in die Bildung, Beugung und Syntax des Adjektivs beschäftigt sich diese Folge mit aktuellen Fehlern und Unartigkeitkeiten beim Gebrauch des Adjektivs.
Die Deklination der Substantive bereitet vielen Deutschsprechern Schwierigkeiten. Das zeigt sich besonders, wenn mehrere Substantive voneinander abhängen und zuvorderst beim Genitiv.
Dieser Artikel mit zwei aufeinander aufbauenden Video-Tutorials erklärt die Grundlagen der Substantivdeklination (starke und schwache Deklination) und behandelt einfache und schwierige Fälle wie Endungsabfall bei aneinandergeketteten Genitivattributen und Appositionen.
Wie dekliniert man jemand und niemand? Heute existieren in der deutschen Sprache zwei Beugungen: eine endungslose und eine mit Endungen (jemanden, jemandem). Die halten viele für die ältere, ehrwürdigere und hochsprachliche. Da irren sie sich.
In sechs aufeinander aufbauenden Tutorials beschäftigt sich Belles Lettres mit der Entwicklung und Verwendung des Genitivs in der deutschen Sprache.
Der Genitiv ist dem Genitiv sein Tod
Einführung in die Syntax des Genitivs: Bildungsbürgerliche Mißverständnisse und einfältige Theorien über den Niedergang des Genitivs in der deutschen Sprache.
Spricht man deutsch oder deutsch? Auf deutsch oder auf Deutsch?
Wie heißt es richtig: Deutsch ist eine schwierige Sprache oder Das Deutsche ist eine schwierige Sprache? Schreibt man deutsch in Wendungen wie deutsch sprechen oder auf deutsch groß oder klein?
Bei Journalisten ist jüngst die Wendung »das politische Berlin« in Mode gekommen. Gemeint ist damit nicht Berlin als Ganzes, sondern nur eine Teilmenge davon. Aber genau das drückt die Wendung nicht aus. Sie bezeichnet Berlin mit allem, was darin kreucht und fleucht, als politisch, einschließlich Funkturm, Buletten, Luft und Kurt Krömer. Wo liegt der Fehler?
Zur Zeit grassiert die Großschreibung von Indefinitpronomina wie der andere, manche, alle. Sie ist nach amtlicher Rechtschreibung falsch. Warum solche Indefinita unbedingt kleingeschrieben werden müssen.
Akronyme sind Abkürzungen, die mit den Anfangsbuchstaben der Einzelglieder geschrieben werden. Doch wie werden sie gebeugt, in die Mehrzahl gesetzt und richtig geschrieben?
Einige Menschen schreiben die Wendung es tut mir Leid mit einem großen L. Die Großschreibung steht nicht etwa für besonders großes Leid. Der Urheber drückt damit aus, daß er leid für ein Substantiv hält. Welche Schreibung ist richtig?
Die aktuelle Rechtschreibung erlaubt die beiden Schreibungen plazieren und platzieren. Diese beruft sich auf das sogenannte Stammprinzip der Reformschreibung und schreibt in Analogie zu Platz mit tz, jene ist ein Zugeständnis an die klassische Rechtschreibung. Welche Schreibung ist sachlich besser?
Hin und her, auf und ab, ein und aus, nebeneinanderher gehen
Hin- und Rückfahrt ist eine Verkürzung aus Hinfahrt und Rückfahrt, aber ist auf- und abgehen/auf und ab gehen eine Verkürzung aus aufgehen und abgehen? Diese Folge beschäftigt sich mit den Wortfügungen auf und ab, hin und her und nebeneinanderher. Wie werden sie gebildet und richtig geschrieben?
Schreibt man selbst(st)ändig mit einem oder mit zwei st? Was nach zwei Schreibvarianten desselben Wortes aussieht, entpuppt sich als Pärchen aus zwei eigenständigen Wörtern.
Wer sind wir? Woher stammt die deutsche Sprache und wer sind die genetischen Vorfahren der Deutschsprecher? Welche Sprachen gab es vor der Einwanderung der Indogermanen in Europa und wer waren ihre Sprecher? Wie haben sich die Germanen selbst bezeichnet?
Dieses Video-Tutorial zeigt die Besiedelung Europas durch den Homo sapiens auf und präsentiert fünf Begriffe, die die Identität der Germanen und auch unserer Kultur ausmachen.
Muß die deutsche Sprache durch das Grundgesetz geschützt werden? Die CDU möchte die deutsche Sprache als Sprache der Bundesrepublik im Grundgesetz festschreiben und beruft sich dabei auf eine breite Mehrheit unter den Deutschen, die der Meinung seien, es müsse etwas für die deutsche Sprache getan werden. Sie drohe zu verrohen.
Doch ist die deutsche Sprache tatsächlich bedroht? Was würde eine Änderung des Grundgesetzes bringen? Und welche Risiken birgt sie?
Heute ist der Arier in der westlichen Welt unzertrennlich mit dem Dritten Reich und dem Holocaust verbunden. Doch seine Ursprünge reichen viel weiter in die Vergangenheit zurück. Sie liegen im östlichen Teil des indogermanischen Sprachgebiets. Wer hat den Begriff Arier erfunden und verwendet? Was bedeutet er?
Ist der Dalai Lama der geistige oder der geistliche Führer der Tibeter? Warum gibt es körperlichen, aber keinen geistlichen Verfall, dafür aber geistigen Verfall? Findet eine Vorlesung vierzehntägig oder vierzehntäglich statt?
Worin besteht der Unterschied zwischen Technik und Technologie? Warum ist das Maskulinum das Standardgeschlecht (generisches Maskulinum)? Warum sagen wir: »Viele Autofahrer fahren zu schnell« – wo doch die Hälfte davon Autofahrerinnen sind? Auf diese Fragen gibt es eine Antwort: Ikonizität!